Rosmarinhuhn mit Kürbis (nicht nur) für Halloween.

Rosmarinhuhn mit KürbisWährend des Mittelalters galt Rosmarin als das beliebteste aller Kräuter in Europa. Eigentlich bedeutet der Name Erinnerung und man war davon überzeugt, dass Rosmarin gegen das schlechte Gedächtnis hilft.

Zudem wurde dieses Gewürz für eine Vielzahl an alltäglichen Dingen genutzt, wie das Parfümieren und Färben der Kleidung, zum Würzen von Wein, zum Einmachen von Fleisch und zum Vertreiben von Ungeziefer und dem Tod, wie auch der Pestilenz. Rosmarin galt als Allerheilmittel und war deshalb auch zum Kochen äußerst beliebt.

Der Kürbis fand in Europa erst spät einen Platz auf dem Speiseplan, denn ursprünglich entstammt er aus Südamerika und wurde dort neben Bohnen und Mais als wichtigstes Nahrungsmittel angebaut. Auch die Indianer Nordamerikas bauten dieses Gemüse in dieser Dreieinigkeit an und waren davon überzeugt, dass diese drei Gemüsesorten unzertrennliche Schwestern waren. Erst Ende des 16. Jahrhunderts, wahrscheinlich auch noch etwas später, fand der Kürbis schließlich seinen Weg nach Europa und wird seit dem in vielfältiger Art und Weise als Nahrungsmittel verarbeitet.

Das Rosmarinhuhn ist besonders in der Küche Süditaliens, wie zum Beispiel in der Region um die Amalfiküste herum, sehr beliebt und wird zumeist mit Zwiebeln, Tomaten und Kartoffeln oder Gnocchi verarbeitet, doch im Laufe der letzten Jahre entstanden immer öfter auch Variationen dieses bekannten Gerichtes. Für die Zubereitung sollte man etwa eineinhalb Stunden – eine halbe bis dreiviertel Stunde für die Vorbereitungen und bis zu einer Stunde zum Garen - einplanen und den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Einkaufsliste für 4 Personen:
1 Brathuhn
1 Kürbis (1 Kg), wichtig ist hier eine Sorte mit festem Fruchtfleisch
2 Zwiebeln
4 Tomaten
1 kleine Flasche Bier
Olivenöl
Pfeffer, Salz, frischer Rosmarin und Knoblauch (zwei bis drei Zehen)

Und so funktioniert es:
Das Huhn von den Innereien befreien und in acht bis zehn Teile zerschneiden. Anschließend ein Blech mit Backpapier auslegen und das Huhn darauf verteilen. Den Kürbis aushöhlen und das Fruchtfleisch in gleichmäßige Stücken, von maximal sechs Zentimeter Länge und drei Zentimeter Dicke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden, diese noch einmal halbieren. Zusammen mit dem Kürbis, und den zwischenzeitlich in Achtel geschnittenen Tomaten, dann auf dem Backblech verteilen.

Nun schält man den Knoblauch und hackt ihn in kleine Stücke, verteilt diesen mit dem klein gehackten Rosmarin, Pfeffer und Salz über dem Mix auf dem Blech. Anschließend verteilt man noch großzügig Olivenöl über die Masse und schiebt diese dann bei 200 Grad für 45-60 Minuten in den Ofen. Zwischendurch streicht man immer mit etwas Öl nach und beginnt nach etwa zehn Minuten in regelmäßigen Abständen etwas von dem Bier auf das Blech zu verteilen, so dass dieses sein Aroma Stück für Stück mit ausbreiten kann. Ist das Essen gar, kann es auf Teller verteilt und serviert werden.

Tipp:
Es empfiehlt sich ein nicht zu herbes Bier zu nehmen, wie zum Beispiel ein Kristallweizen oder Maisbier, da dadurch das Aroma nicht zu stark durchdringt und die anderen Zutaten in ihrer Entfaltung nicht gehemmt werden. Trotz des Bieres kann man zu diesem Gang hervorragend einen leichten Rotwein genießen.

Das Foto dient nur als Anregung und entstammt nicht dem Originalrezept!